Beschreibung
Obwohl Giuseppe Parini neben Carlo Goldoni und Vittorio Alfieri unbestritten zu den bedeutendsten Schriftstellern der italienischen Aufklärung zählt, führt er bis heute in der deutschen Romanistik ein ausgesprochenes Schattendasein. Während Goldoni sich hierzulande stets eines breiten Publikums erfreut hat und Alfieri wenigstens gelegentlich literaturwissenschaftliche Aufmerksamkeit gefunden hat, ist die kritische Auseinandersetzung mit dem Autor von Il Giorno im deutschsprachigen Raum nahezu inexistent. Der vorliegende Band möchte dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Er geht zurück auf eine deutsch-italienische Fachtagung in der Villa Vigoni und unternimmt den Versuch, die Sonderstellung Parinis im Spannungsfeld zwischen Klassizismus, aufklärerischem Utilitarismus und aufgeklärtem Katholizismus zu erhellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf einer polyperspektivischen Analyse seines Hauptwerkes, des Versepos Il Giorno, das die Bedeutung des Autors für die italienische Literaturgeschichte maßgeblich begründet. Die Herausgeber Andreas Gipper, Professor für französische und italienische Kulturwissenschaft an der Universität Mainz; Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Intellektuellen im 20. Jahrhundert, Wissenschaft und Literatur im 17. und 18. Jahrhundert. Gisela Schlüter, Professorin für französische und italienische Literaturwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg; Arbeitsschwerpunkte: französische und italienische Aufklärung; Ideen- und Begriffsgeschichte.


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